Rheinhessischer Turnerbund e.V.
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Seniorensport-Kongress - Fachkonferenz

Fachkonferenz "Kommune und Verein - Demografie gemeinsam gestalten"

im Rahmen des 2. Seniorensport-Kongresses „Aktiv älter werden"
am 12. März 2016 in der Muschel der Universität Mainz

Fotolia  kastoDer demografische Wandel in Deutschland stellt Kommunen und Vereine gleichermaßen vor neue Herausforderungen. Daher bieten der Rheinhessische Turnerbund und der Deutsche Turner-Bund in Zusammenarbeit mit dem Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur für Vereinsvorstände, haupt- und ehrenamtliche kommunale Entscheidungsträger, Mitarbeiter in Sportämtern, Seniorenbüros und -vertretungen sowie allen Interessierten Anregungen, wie sich eine Zusammenarbeit aller Akteure im Bereich der Bewegungsförderung positiv auf die Qualität der Lebensverhältnisse für ältere Menschen auswirken kann. Ein kompetentes Team erfahrener Referenten vermittelt viele praktische Ideen und Tipps zur Umsetzung von Initiativen und Maßnahmen in Städten und Gemeinden.


Programm der Fachkonferenz

Programm FK


Organisatorische Hinweise

  • Termin: Samstag, 12.03.2016 von 9.00-17.00 Uhr
  • Ort: Muschel der Universität Mainz, Albert-Schweitzer-Straße 22, 55128 Mainz
  • Anmeldeschluss: 21. Februar 2016

Die Teilnahme an der Fachkonferenz ist kostenfrei!

Anmeldung:
Sie können sich hier direkt online anmelden und Ihre Arbeitskreise buchen. Anmeldungen sind auch über unser Anmeldeformular möglich.

Verpflegung:
Verpflegung und Getränke können selbst mitgebracht werden.
Sie haben zudem die Möglichkeit, mit Ihrer Anmeldung eine Verpflegungspauschale zum Preis von 10,00 Euro zu buchen. Diese beinhaltet je ein kaltes und ein warmes Getränk, ein Stück Kuchen sowie wahlweise eines der folgenden Mittagessen:

  • Hühnchen, mediterranes Gemüse und Nudeln
  • Portion Kartoffelsuppe
  • Portion Kartoffelsuppe mit Würstchen
  • 1 Paar Würstchen mit Brötchen und Bretzel

Zusätzlich bietet die TSG 1846 Bretzenheim e.V. belegte Brötchen, Brezel, Kuchen, kalte und warme Getränke zum Kauf an.
Verpflegung und Getränke dürfen NICHT in den Veranstaltungsräumen verzehrt werden!


Arbeitskreis-Beschreibungen

Zentrale Veranstaltungen:

09.00-09.30h

Begrüßung und Eröffnung (Hörsaal N1 – Muschel)
Moderation: Christian Döring

Gemeinsame Eröffnung des 2. Seniorensport-Kongresses sowie der Fachkonferenz „Kommune und Verein – Demografie gemeinsam gestalten“ mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

14.00-14.40h

Sportpolitisches Forum „Kommune und Verein – Demografie gemeinsam gestalten“ (Hörsaal N1 Muschel)
Moderation: Christian Döring

Diskutanten:

  • Günter Kern (Staatssekretär im Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur)
  • Michael Hüttner (RhTB-Vizepräsident Vereinsentwicklung und sportpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion)
  • Rainer Brechtken (Präsident Deutscher Turner-Bund)
  • Roswitha Verhülsdonk (Parl. Staatssekretärin a.D., Ehrenvorsitzende der BAGSO)
  • Winfried Manns (Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz)

Um Gesundheitsförderung für ältere Menschen in Kommunen bedürfnisorientiert umsetzen zu können, bedarf es einer gemeinsamen Strategie aller Akteure im Gesundheitswesen. Die Turnvereine übernehmen vor Ort mit ihren breit gefächerten Angeboten einen wesentlichen Beitrag für die Bewegungsförderung im Alter, aus der nicht nur eine Erhöhung der Lebensqualität für ältere Menschen resultiert, sondern auch der Erhalt von Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. In welcher Form die Zusammenarbeit von Kommunen und Vereinen verbessert oder sogar institutionalisiert werden kann, darüber diskutieren Vertreter aus Politik, Sport und Kommunen im sportpolitischen Forum.

16.40-17.00h

Abschlussrunde und Resümee (Hörsaal N1 Muschel)
Moderation: Christian Döring

Vertreter des Ministeriums des Innern, für Sport und Infrastruktur, der Sportorganisationen und der Kommunen ziehen ein gemeinsames Resümee der Fachkonferenz und geben einen Ausblick auf künftige gemeinsame Aktivitäten und Handlungsfelder von Vereinen und Kommunen.

 

Arbeitskreise:

101 09.50-11.20h

Kommune und Sportverein – ein erfolgreiches Tandem am Beispiel des „AUF (Aktiv und Fit) Leben“ Projekts Miriam Schreck
Moderation: Petra Regelin

Wie können nachhaltig Bewegungsangebote für inaktive Hochaltrige und Menschen mit Demenz in eine Kommune implementiert werden? Mögliche Wege wurden im „AUF (Aktiv und Fit) Leben“ Projekt erprobt. Ansatzpunkt war dabei das Tandem aus Kommune und Turn- und Sportverein. In diesem Workshop werden Erkenntnisse aus dem Projekt diskutiert, welche Herausforderungen gilt es bei diesem Vorhaben zu meistern, welche Besonderheiten zu beachten und welches sind die Erfolgsfaktoren, die eine nachhaltige Einführung ermöglichen. Vertreter der beteiligten Pilotkommunen verdeutlichen die Aussagen und stehen für konkrete Nachfragen der Umsetzung zur Verfügung.

102 09.50-11.20h

Sportstätten im demografischen Wandel in Deutschland: Fakten – Trends – Herausforderungen  Andreas Klages, Stefan Henn
Moderation: Christian Döring

Sportstätten gehören zu den zentralen Ressourcen und Grundlagen des Sports. Trotz einer flächendeckenden und vielfältigen Sportraumversorgung in Deutschland, stellt insbesondere der Sanierungs- und Modernisierungsstau zunehmend einen Engpassfaktor für die Sportentwicklung dar. Im Zuge von gesellschaftlichen Wandlungsprozessen verändern sich aber auch die Anforderungen an Sportstätten. Auf der Suche nach alternativen Sport- und Bewegungsräumen haben Sportvereine und Kommunen bereits innovative Konzepte entwickelt, von denen einige in diesem Workshop vorgestellt werden. Zudem werden neben Fragen zur Finanzierung von Sanierung und Neubau von Sportstätten, auch Fakten, Trends und Herausforderungen der Sportstättenentwicklung in Deutschland beleuchtet.

103 09.50-11.20h

Länger gesund im Alter – Potentiale in Kommunen aktivieren!  Anne von Laufenberg-Beermann

Ein Weg zu längerer Selbstständigkeit und reduzierten Pflegezeiten älterer Menschen – darauf machen Wissenschaftler immer wieder aufmerksam – ist die Erhaltung der eigenen Leistungsfähigkeit durch ausreichende Bewegung, ausgewogene Ernährung und soziale Teilhabe. Die Gesundheitsförderung im Alter stellt Kommunen und Akteure vor neue Herausforderungen. Im Workshop werden dazu zentrale Fragen erörtert:

  • Welcher Zusammenhang besteht zwischen einer gesunden Lebensführung und der Erhaltung der Leistungsfähigkeit?
  • Wie sollten gesundheitsfördernde Angebote gestaltet werden?
  • Welchen Beitrag können Akteure zur Förderung der Gesundheit leisten?
  • Wie können und sollten Kommunen die erforderlichen Rahmenbedingungen schaffen?
201

11.40-13.10h

Kompetenzen der 2. Lebenshälfte einbringen – gute Rahmenbedingungen in Vereinsvorständen schaffen Kai Labinski

Wie kann man Vorstandsarbeit attraktiver gestalten und somit mehr Menschen für die Übernahme von Ehrenämtern gewinnen? Im Projekt „Attraktives Ehrenamt im Sport – Gesucht: Funktionsträger/innen in der 2. Lebenshälfte für Sportvereine“ setzt der DOSB im Zeitraum von April 2013 bis März 2016 auf die Zusammenarbeit von Sportvereinen/verbänden, Freiwilligenagenturen und Seniorenbüros mit dem Ziel, die Vorstandsarbeit ehrenamtlich geführter Sportvereine weiterzuentwickeln. Zentral ist die Beschäftigung mit dem übergreifenden Thema „Freiwilligenmanagement“, um mehr Menschen insbesondere im mittleren Erwachsenenalter für ein Engagement in Leitungspositionen in Sportvereinen zu begeistern.

202 11.40-13.10h

Projekt „Demenzfreundliche Kommune“  Michaela Böhme

 „Demenzfreundliche Kommune“ ist eine bundesweite Initiative des Vereins „Aktion Demenz e. V.“, die das Thema Demenz einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen soll, um ein Bewusstsein für Demenz und die Auswirkungen zu schaffen. Von zentraler Bedeutung für den Erhalt von Lebensqualität von Erkrankten und deren Angehörigen ist ein soziales Umfeld, in dem offen mit der Erkrankung umgegangen werden kann und das weiterhin „Heimat“ bietet. Der Workshop gibt einen Einblick in die Initiative und zeigt am Beispiel des Projekts der Altenhilfefachberatung des Landkreises Reutlingen in Zusammenarbeit mit der Alzheimer Beratungsstelle des DRK Reutlingen sowie dem Schwäbischen Turnerbund wie sinnvolle Vernetzung in der Praxis erfolgen kann.

203

11.40-13.10h

Richtlinien für die kommunale Bewegungsförderung im Alter – am Beispiel der Gemeinde Ketsch  Dr. phil. Christoph Rott

Die Kommune ist der zentrale Ort der Daseinsvorsorge – gerade im Alter. Die Gemeinde Ketsch (Rhein-Neckar-Kreis) hat sich in besonderer Weise der Bewegungsförderung im Alter angenommen. Die Bausteine des Programms sind Wissen, Erfassen, Beraten und Bewegen. Es wird über die Zusammenarbeit der Akteure, die Ergebnisse einer Befragung, die Erfahrung mit öffentlichen Fitnesstestungen und die Weiterentwicklung des Bewegungsprogramms berichtet. Das „Ketscher Modell“ soll soweit systematisiert werden, dass es ohne großen Aufwand auf andere interessierte Kommunen übertragen werden kann.

301

15.00-16.30h

Bewegungsförderung für Ältere im öffentlichen Raum  Alke Peters, Petra Regelin, Erika Meißner
Moderation: Petra Regelin

In diesem Workshop werden drei unterschiedliche Konzepte zur Bewegungsförderung im öffentlichen Raum vorgestellt: Die Kampagne „Ich bewege mich – mir geht es gut“ der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in RLP fördert leicht zugängliche Bewegungsangebote für Seniorinnen und Senioren in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld, auf öffentlichen Plätzen oder Parks. Mit seinem Projekt „Initiierung von Spaziergehgruppen“ hat der Rheinhessische Turnerbund ein niedrigschwelliges Bewegungsangebot für Ältere entwickelt, das in Vereinen einfach umzusetzen ist. „Rundgang mit Tiefgang“ lautet eine Initiative der Stadt Köln, mit der ältere Menschen über selbstorganisierte Stadtteilspaziergänge für Bewegung motiviert werden und dadurch gleichzeitig ihre Umgebung kennenlernen können.

302

15.00-16.30h

Das sportliche Mehrgenerationenhaus sowie Sport- und Bewegungsräume für Jung und Alt Annemarie Gerzer-Sass, Stefan Henn
Moderation: Christian Döring

Die 450 Mehrgenerationenhäuser in Deutschland sind Treffpunkte für vier Generationen. Auch generationenübergreifende Sportangebote sind in dem vielfältigen Angebotsspektrum zu finden. Diese werden Ihnen in diesem Workshop vorgestellt und ein Mehrgenerationenhaus gibt Ihnen Einblick in seine damit gemachten Erfahrungen. Darüber hinaus verfügen immer mehr Städte und Gemeinden über multifunktionale Sportstätten wie Mehrgenerationen-Spielplätze, generationengerechte Sportanlagen sowie alternative Bewegungsräume im Bereich der Outdoor-Fitness. Das Ziel einer nachhaltigen Sportentwicklung wird somit bereits in der Praxis umgesetzt. Im Workshop werden Perspektiven von Mehrgenerationen-Angeboten im Sport diskutiert und anhand von Fallbeispielen veranschaulicht.

303

15.00-16.30h

Die demografische Entwicklung – Herausforderung für die kommunalen Gebietskörperschaften Dieter Kuhl, Wolfgang Jung

Der Demografie-Atlas des Landkreises Mainz-Bingen hat das Ziel, die demografische Entwicklung für den Landkreis insgesamt und dessen einzelne Regionen zu analysieren und darzustellen. Aus den Ergebnissen sollen politische Konsequenzen gezogen und nachhaltige Maßnahmen zur Gestaltung des demografischen Wandels in den kommunalen Gebietskörperschaften, angepasst an die jeweiligen Erfordernisse ergriffen werden. In diesem Arbeitskreis werden der Demografie-Atlas als Steuerungsinstrument sowie Handlungsempfehlungen durch dessen Verfasser Wolfgang Jung vorgestellt. Darüber hinaus werden die Ergebnisse des „Demografie-Checks“ (Befragung) der Ortsgemeinden im Landkreis Mainz-Bingen von Dieter Kuhl präsentiert.


Referenten der Fachkonferenz

Böhme, Michaela

Freiberufliche Beraterin für Vereine und soziale Organisationen, ehemalige Geschäftsführerin eines Großsportvereins und Referentin Freizeit- und Gesundheitssport des STB

Bhme

Gerzer-Sass, Annemarie

Historikerin und Sozialwissenschaftlerin, langjährige wissenschaftliche Referentin am Deutschen Jugendinstitut, Leitung der Konzeption und Beratung der Serviceagentur im Aktionsprogram I und II Mehrgenerationenhäuser des BMFSF

Gerzer Sass

Henn, Stefan

Politikwissenschaftler M.A., Leitung der Koordinierungsstelle des Instituts für Sportstättenentwicklung (ISE) an der Europäischen Sportakademie Trier

Henn

Jung, Wolfgang

Diplom-Sozialarbeiter und Diplom-Betriebswirt, Kreisverwaltung Mainz-Bingen, Verfasser des „DemografieAtlasses für den Landkreis Mainz-Bingen“

Jung

Klages, Andreas

stv. Geschäftsbereichsleiter Sportentwicklung des DOSB, Leiter des Ressorts „Breitensport, Sporträume“, Mitglied im Beirat für Raumentwicklung und im Beirat für Umwelt und Sport der Bundesregierung

Klages

Kuhl, Dieter

Diplom-Sozialpädagoge und Industriekaufmann, Stadtbürgermeister in Nieder-Olm, ehrenamtlicher Beauftragter für Demografie des Landkreises Mainz-Bingen

Kuhl

Labinski, Kai

BA-Studium „Bewegung und Gesundheit“ in Gießen, MAStudium „Sportwissenschaften“ in Stuttgart, Projektleiter „Attraktives Ehrenamt im Sport“ des DOSB

Labinski

von Laufenberg-Beermann, Anne

Dipl.-Troph., freiberuflich tätig im Schwerpunkt Projektmanagement für Menschen im ländlichen Raum, Leitung des Projektes „Im Alter IN FORM“ der  BAGSO  e.V.

von Laufenberg Beermann

Meißner, Erika

Dipl.-Sozialarbeiterin, Sachgebiet „Gesundheitsförderung im Alter“ im Gesundheitsamt der Stadt Köln, Geschäftsführung der AG „Gesundheitsförderung im Alter“ der Kommunalen Gesundheitskonferenz Köln, Kompetenzzentrum „Gesundheit im Alter“ des Gesunde Städte Netzwerkes der BRD

Meiner

Peters, Alke

Referatsleiterin „Gesundheitsförderung in Lebenswelten“ in der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in RLP (LZG), Themen: Ernährung, Stressbewältigung, Infektionsprävention und Bewegung im Alltag

Peters

Regelin, Petra

Dipl.-Sportwissenschaftlerin, Buchautorin, Leiterin mehrfach ausgezeichneter Projekte, RhTB-Vizepräsidentin, LSB-Vizepräsidentin, Geschäftsführerin der Landespsychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz

Regelin

Rott, Dr. phil. Christoph

Wiss. Mitarbeiter am Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg, Sprecher der AG Bewegungsregion RheinNeckar in der Kommunalen Gesundheitskonferenz, Projektleiter der Zweiten Heidelberger Hundertjährigen-Studie

Rott

Schreck, Miriam

Master of Arts „Sport- und Bewegungsgerontologie“, Referentin spezielle Zielgruppen / Ältere des Deutschen Turner-Bundes, Teilprojektleitung „AUF (Aktiv und Fit) Leben“

Schreck

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