Rheinhessischer Turnerbund e.V.
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Übersicht Kinderturnen

Kinderturnen - Motorische Grundlagen für alle Sportarten


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im Rheinhessischen Turnerbund

Babys in Bewegung
0-2 Jahre
Eltern-Kind-Turnen 1,5-4 Jahre
Kleinkinder-Turnen 3-6 Jahre
Kinderturnen Vielseitiges Kinderturnen, Bewegungserziehung im Elementarbereich, Abenteuer- & Erlebnisturnen, KiGa on Tour, Gesundheitsförderung im Kinderturnen, Ganzheitliche Entwicklungsförderung, Kindertanz, Sportförderturnen, Haltungsturnen, Psychomotorisches Turnen

Was ist Kinderturnen?

Kinderturnen ist die motorische Grundlagenausbildung für Kinder! Beim Kinderturnen werden die kindliche Lust und der Spaß an Bewegung entdeckt und breitgefächert gefördert. Kinderturnen ist die Voraussetzung für ein aktives und gesundheitsorientiertes Leben. Im Kinderturnen werden die Kinder polysportiv ausgebildet.

Warum Kinderturnen?

Sport mit Bewegung und Spiel sind der Ausdruck von Lebensfreude und ist für die umfassende körperliche, geistige, emotionale und soziale Entwicklung von Kindern unersetzlich. In den Turnstunden werden deshalb nicht nur die physischen und psychischen, sondern auch die sozialen Schutzfaktoren der Gesundheit stabilisiert und gestärkt. Es findet eine Schulung der Wahrnehmungsfähigkeit, des Haltungsaufbaues und der Herz-Kreislauffähigkeit statt. Es kann sich ein positives Selbstwertgefühl entfalten und soziale Fähigkeiten ausprägen.

kinderturnen_3Die Kinder haben vielseitige Körper-, Material und Sozialerfahrungen, denn Bewegung und Spiel sind für eine gesunde Entwicklung der Kinder unbedingt notwendig. Umso so wichtiger ist es in der heutigen Zeit, in der es immer weniger „natürliche“ Bewegungsgelegenheiten gibt, dass den Eltern die Probleme bewusst werden, sie sich damit auseinandersetzten und dem alarmierenden Trend aktiv entgegensteuern. Denn Coach-Potatos werden nicht geboren!

Ein für die Eltern schlagkräftiges Argument ist: „Kinderturnen macht klug – denn Bewegung fördert die Intelligenz“. Die Medizin definiert Intelligenz als Fähigkeit, Nervenzellen miteinander zu verknüpfen. Je mehr desto besser, das heißt umso größer ist die Chance, intelligent zu sein. Somit verhindert viel Bewegung das Absterben von Nervenzellen.


Was passiert beim Kinderturnen?

spass_auf_airtrackKinderturnen heißt, dass ein attraktives Bewegungsangebot mit größtmöglichem Aufforderungscharakter alle Teilnehmer motiviert. Die Atmosphäre sollte freundlich und vertrauensvoll sein, damit sich die Kinder mit Ihren Schwächen und Wünschen aufgehoben und ernst genommen fühlen. Es wird gelaufen, geklettert, geschaukelt, gehangelt, gesprungen, balanciert, gekullert, Kunststücke auch mal Kopfüber werden geübt, aber auch das Ballspielen mit allen Körperteilen kommt natürlich nicht zu kurz.

Die Kinder bekommen die Gelegenheit, sich mit gestellten Bewegungsaufgaben, ob mit Ball, Reifen oder an Großgeräten auseinanderzusetzten und eigene Lösungsmöglichkeiten zu finden und auch einzubringen. Es werden unterschiedliche Schwierigkeitsstufen angeboten, damit alle Kinder ein Erfolgserlebnis haben und auf Leistungsdruck wird gänzlich verzichtet. Das heißt aber nicht, dass sich die Kinder nicht an einfache Regeln zu halten haben.


Wie läuft eine Kinderturn-Stunde ab?

Um eine geregelte Kinderturn-Stunde abhalten zu können, muss natürlich auch der Übungsleiter seine Stunden durchdacht und im Voraus geplant haben. Diese sollten möglichst eine Einstiegsphase haben, in der die Kinder in vertrauter Atmosphäre sich erstmal austoben und spielen können. Dann folgt die Spielphase, hier wird mit den Kindern eine vom Übungsleiter angeregte Spielidee entwickelt bzw. vertieft und ein angeregter Übungsprozess beginnt. Zum Schluss sollte natürlich nicht die Abschlussphase fehlen. Je nachdem wie intensiv die Spielphase war, kann hier eine Entspannung oder auch noch mal ein Abschlussspiel mit oder ohne Handgeräte stattfinden.


Warum Kinderturnen im Verein?

aktionstag_1Diese Frage ist ganz schnell zu beantworten, denn nahezu alle Übungsleiter in den Turnvereinen haben eine Ausbildung durchlaufen und müssen regelmäßig – mindestens alle 2 Jahre Schulungen bzw. Fortbildungen besuchen. Diese sind speziell auf die Arbeit mit den Kindern in den jeweiligen Altersklassen abgestimmt. Außerdem bieten die meisten Vereine Schnupperstunden für ihre jungen Teilnehmer an, damit diese prüfen können, ob sie sich auch wirklich wohlfühlen.

Darüber hinaus bieten Vereine für Kinder und Jugendliche häufig weitere gemeinschaftsbildende Aktionen oder Mitmachangebote an, die von den Kindern gerne wahrgenommen werden.


Erläuterung der einzelnen Gruppen im Bereich Kinderturnen

  1. Babyturnen (Altersklasse 8 Monate bis 1,5/2 Jahre)
    Für die Kinder ist der Eintritt in diese Turnstunde die erste organisierte Aktivität in einer unbekannten Umgebung. Diese Turnstunden sollten deshalb auf eine Teilnehmerzahl von 10 bis 12 Teilnehmern begrenzt sein. Denn nur so ist gewährleistet, dass die Kinder nicht überfordert werden und Schwellenängste abgebaut werden können. Dies geht natürlich auch nur mit der großen Hilfestellung der teilnehmenden Mütter oder Väter, die durch ihre Anwesenheit und große Geduld die Kinder in Sicherheit und Geborgenheit wiegen.
    Die Stunden sollten einen rhythmischen Anfang und Ausklang mit immer wiederkehrenden Liedern haben, damit die Kinder einen festen Rahmen haben, der ihnen zur vertrauten Gewohnheit wird. Denn Rituale schaffen Sicherheit. In der Spielphase werden die Grob- und Feinmotorik, das Gleichgewicht und die Körperwahrnehmung der Kinder geschult.

  2. Eltern-Kind-Turnen (Altersklasse 1,5/2 Jahre bis 3/4 Jahre)
    Mittlerweile sind auch die schüchternsten Kinder in der Lage, sich von der Hand der Eltern zu lösen und in der vertrauteren Umgebung herumzulaufen. Doch auch hier sollte der Rahmen der Turnstunden beibehalten werden, um evtl. neu dazu gestoßenen Eltern und Kindern Sicherheit zu geben.
    In der Einstiegsphase werden jetzt Materialien wie Bälle, Reifen, Seile, aber auch Alltagsmaterialien wie Zeitungen, Wäscheklammern oder Klopapierrollen eingesetzt. Hier werden Motorik, Reaktion, Wahrnehmung und auch schon die Ausdauer geschult. Die Spielphase findet hauptsächlich an Spiele-Landschaften aus Großgeräten statt, an denen das Klettern, Balancieren und Springen nicht zu kurz kommt. Dieses offene Spielgeschehen bietet Raum um Beziehungen zu anderen Kindern und Eltern aufzunehmen und Sozialverhalten zu entwickeln. Wichtig für die Eltern ist, dass dies die letzten Turnstunden sind, die sie mit ihren Kindern gemeinsam genießen dürfen, bevor sie ins Kleinkinderturnen wechseln.
  3. Kleinkinderturnen (Altersklasse 3/4 Jahre bis 5/6 Jahre)
    Diese Turnstunden sind die Ersten, die die Kinder ohne Eltern erleben dürfen und für manche auch müssen. Hier sollte man auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen und die Eltern zu Anfang ruhig mal zuschauen lassen. Alltagsmaterialien wie Bierdeckel, Korken, Luftballons, Steine oder Wäscheklammern, aber auch Rhythmikmaterialien wie Rasseln, Chiffontücher und Musikstücke sowie Rollbretter, Schwungtücher, Bälle aller Art, kinderturnen_1Seile und Teppichfliesen werden zur Gestaltung der Einstiegphase gerne genommen. Diese wirken motivierend auf die kindliche Bewegungswelt und biete verschiedenste Bewegungsangebote und viel Raum zum Experimentieren.
    Der Rahmen der Turnstunden sollte sich auch hier wie ein roter Faden durch die Stunden ziehen. Die Kinder bewegen sich auf einem Geräteparcours und Ihnen wird durch die Vorgabe des Aufbaus die erste Ordnungsform vertraut gemacht. Diese wird in der Regel schnell akzeptiert, da die Kinder erkennen, dass so jeder im gleichen Umfang zu seinem Spaß kommt und dies auch die gerechtere Art ist. Durch das spielerische Bewegen wird jedem Kind sein kreativer Freiraum gelassen und nicht selten steckt sich die Gruppe gegenseitig an und man hat plötzlich keine Kinder mehr in der Turnhalle, sondern eine Horde Affen, die sich durch den Dschungel kämpfen oder eine Expertengruppe voller Astronauten, die durch den Weltraum fliegt. Jetzt muss der Übungsleiter nur noch aufpassen, dass er nicht in einen Käfig gesperrt oder im Weltall vergessen wird.
    In der Abschlussphase werden jetzt auch erstmals Entspannungstechniken geübt evtl. um verhaltensauffälligen Kindern die Gelegenheit zu geben, einmal zur Ruhe zu kommen. Es sollte mit den Kindern klar vereinbart sein, dass alles auf einer freiwilligen Ebene geschieht und kein Kind dazu gezwungen wird. Man fängt mit einfachen Entspannungsspielen und spielerischen Massagen mit und ohne Medien an.

  4. Kinderturnen (Altersklasse 6/7 Jahre bis 10 Jahre)
    Im Kinderturnen – zieht man die Auf- und Abbauzeit ab – stehen den Kindern etwa 45 Minuten geballte Turnpower unter ausgebildeter Anleitung zur Verfügung. Die Übungsleiter sind stets darauf bedacht, bestmöglichste Abwechslung zu bieten oder auch den Kindern die Zeit zu geben wiederkehrende Elemente zu üben.
    Es wird Bewegungsfreude und die gemeinsame Auseinandersetzung miteinander und untereinander vermittelt. Somit werden die bereits vorhanden Fähigkeiten gestärkt und ausgebaut.
    Durch verschiedenste Spiele in der Einstiegs- und Abschlussphase wie beispielsweise Eimerball, Jägerball, Piratenspiel oder andere Koordinationsspiele können die Kinder ihren eigenen Körper näher kennenlernen und natürlich auch Ihre Vorlieben für andere Sportarten entdecken. Denn wer den Ball immer in den Eimer trifft, kann mit Sicherheit auch ein guter Handballspieler werden. Hier kann der Übungsleiter den Eltern Tipps und Hinweise für die jeweilige Begabung der Kinder für bestimmte Sportarten geben.
    Ganz wichtig in der heutigen Zeit und in der Altersklasse ist das spielerische Erlernen von Anspannung und Entspannung durch Wahrnehmungsspiele, Entspannungsspiele, spielerische Massage mit und ohne Medien sowie Entspannungsgeschichten.

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