Rheinhessischer Turnerbund e.V.
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VE-Best practice

Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeitern – TGM Gonsenheim

Die Turngemeinde Mainz-Gonsenheim hat im vergangenen Jahr erstmals Stellenausschreibungen für ehrenamtliche Arbeit im Verein veröffentlicht. Für verschiedene Aufgaben von Verwaltung bis Übungsleiter wurden die Ausschreibungen auf der Homepage und im Vereinsmagazin publiziert. Kurz nach der Veröffentlichung der Ausschreibungen haben sich die ersten Interessenten im Verein gemeldet und ihre Mitarbeit angeboten.

Zusätzlich hat der Verein die Frage: „Lust auf ehrenamtliche Teamarbeit? Mit engagierten Leuten sportliche Projekte auf die Beine stellen?“ in seine Beitrittserklärung aufgenommen. Somit kann jedes Neumitglied sein prinzipielles Interesse an ehrenamtlicher Arbeit im Verein mit nur einem Kreuzchen signalisieren.


Kinderturnwelt – Mombacher TV

Die MTV-Kinderturnwelt ist eine Bewegungslandschaft für Kinder im 1. Stock des MTV-Sportzentrums. Dort finden alle Eltern-Kind-Turnstunden statt. Eine gesicherte Bewegungslandschaft mit Klettertürmen, Hangelbrücke und Rutsche, Balanciermöglichkeiten, ein großes Trampolin, eine Kletterwand (Boulderwand), Ringe, Kletternetze, Sportgeräte und ein Bällchenbad bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten für Kinder, um dort Bewegungserfahrungen zu sammeln.

Die Geräte sind feststehend und müssen daher nicht immer neu auf- und abgebaut werden. Dies ermöglicht einen flexiblen Beginn der Stunden. Dies ist ein großer Vorteil, der viele Eltern angelockt hat. Dadurch konnte der Verein viele neue Mitglieder gewinnen und bietet mittlerweile sechs Eltern-Kind-Turnstunden an. Dank der Kinderturnwelt können Kinder jeden Tag das Bewegungsangebot nutzen. Jedem Verein, der entsprechende Räumlichkeiten hat, wird empfohlen, sich über ähnliche Einrichtung Gedanken zu machen, um die Angebote im Kinderturnen für Teilnehmer attraktiver zu gestalten.


Netzwerkarbeit – Mombacher TV

Der Mombacher TV hat sich einen neuen Weg erschlossen, wie man ältere Menschen ab 60 Jahren für Bewegungsangebote im Verein gewinnen kann. Der Verein hat das Gespräch mit den Sozialpädagoginnen der Wohnbau Mainz und dem Mieterverein der Wohnblocks im Westring in Mombach gesucht. Es wurde vereinbart, dass der Mieterverein seinen in Frage kommenden Senioren einen Übungsplan inklusive einem Gutschein zukommen lässt bzw. in den von ihm betreuten Wohnblocks verteilt. Der Gutschein gilt für einen kostenlosen Übungsstundenbesuch nach Wahl und war für drei Monate gültig. Die Betreuerinnen seitens der Mainzer Wohnbau unterstützten die Aktion. Ziel der Aktion ist, dass ältere Menschen der sozialen Isolation entkommen und im Verein neue Kontakte schließen können. Zudem profitiert der Verein von neuen Mitgliedern.

Zudem arbeitet der MTV mit der AWO und VdK im Stadtteil eng zusammen. Bei Veranstaltungen wird durch Vorführungen und Mitmachangebote auf das Angebot des Vereins für Ältere aufmerksam gemacht. Der VDK schickt seinen Mitgliedern zusammen mit Geburtstagsgrüßen einen Gutschein des MTV mit.


Nutzung alternativer Sportsstätten – TuS Nackenheim

Der TuS Nackenheim hatte die Idee, das Gemeindehaus für seine Bewegungsangebote zu nutzen, jedoch wurde das Projekt nach einiger Zeit wieder eingestellt. Einige hilfreiche Erfahrungen konnte der Verein bei dieser Kooperation gewinnen:

a) das Positive:

  • Es bestand die Möglichkeit, das Sportprogramm auszuweiten.
  • Das Verhältnis mit der Gemeinde ist sehr vertrauensvoll.
  • Zusatzkosten wurden von der Gemeinde so gering wie möglich gehalten.

b) Gründe für die Einstellung der Nutzung:

  • Die Gemeindehalle liegt ziemlich weit außerhalb des Ortes und das bedeutete lange Anfahrtswege für die Sportler.
  • Der Schlüssel für die Gemeindehalle musste vom Übungsleiter zu jeder Einheit abgeholt und wieder zurückgebracht werden. Das bedeutet zusätzliche Anfahrtswege und -zeiten für den Übungsleiter.
  • Der Raum war etwas zu eng und nicht beheizt. Demnach bot er keine optimalen Trainingsbedingungen.

Zusammenfassend stellte die Nutzung des Gemeindehauses  eine gute Lösung für den Verein dar. Würde die Gemeindehalle zentraler liegen und die Schlüsselproblematik alternativ lösbar sein, so wäre dieses Konzept für alternative Sportstätten für kleine Gymnastik-Gruppen des Vereins durchaus praktikabel. Der Verein ist sehr dankbar, dass er diese Möglichkeit hatte und sieht es auch für andere Vereine in ihren Gemeinden als eine Möglichkeit, sich räumlich zu vergrößern und von Sporthallen unabhängiger zu machen. Alternativ wäre auch die Nutzung von Schulräumen denkbar.


Vereinseigene Turnhalle für Fitness- und Gesundheitssport – TG Worms

Die Idee, eine neue Turnhalle zu bauen, ist bei der TG Worms vor fünf Jahren aus der Not heraus entstanden. Die Kosten für die Aufrechterhaltung der „alten“ Halle waren zu hoch und die Modernisierung für den Verein, das Land und die Stadt Worms nicht finanzierbar. Die Turngemeinde hatte sich daher für einen Neubau entschieden.

Die alte Turnhalle wurde im Dezember 2008 verkauft und sofort für drei Jahre, bis Ende Dezember 2011, wieder angemietet. Somit konnte die TG Worms bis zur Fertigstellung der neuen Halle ihr Sportangebot gewährleisten.

Die Firma „Friedrichshallenbau“ realisierte nach einer europaweiten Ausschreibung den Neubau der Halle. Es wurden ein Festpreis und eine Bezuschussung des Projektes durch das Land Rheinland-Pfalz und der Stadt Worms vereinbart. Mit ca. 40% Eigenanteil, resultierend aus dem Verkauf der alten Halle und einem Restbetrag in Höhe von ca. 120.000,- € wurde die Finanzierung realisiert.

Das neue Gebäude beinhaltet nun eine Sporthalle von 30 x 15 m, teilbar, mit entsprechenden Nebenräumen (wie der Gymnastikraum für kleine Gruppen, ein Sportlerbüro und eine Geschäftsstelle), auf der Basis einer Standard-Stahlkonstruktion. Ein Anbau weiterer Räume ist möglich und für die Zukunft vorgesehen. Die neue Jahnturnhalle hat in manchen Bereichen Mitglieder gebracht, da die Einrichtungen (Fußbodenheizung in den Sporthallen) und die neueste Elektrotechnik und Sanitäranlage auf dem neuesten Stand sind. Das Gebäude ist jeden Tag von morgens bis abends mit Sportkursen besetzt, der Verein konnte seine Probleme der Räumlichkeiten stark reduzieren. Die Betriebskosten sind enorm gesunken, da die alte Halle sehr verbaut war, ohne Dämmung, mit einer alten elektrischen Einrichtung und einer uralten Heizungsanlage. Die Kosten für das Jahr 2012 sind noch nicht abgeschlossen, aber es wird mit etwa der Hälfte der Betriebskosten gerechnet.

Die Halle wurde im vorderen Bereich der Jahnwiese an einer großen Sportanlage gebaut, wo auch die Hockeyabteilung des Vereins ihren eigenen Sitz hat. So konnte ein lokales Sportzentrum um den Verein herum entstehen.

Ein entsprechender Vertrag mit der Stadt Worms wurde für 25 Jahre abgeschlossen. Die neue Halle des Vereins wurde innerhalb von sechs Monaten gebaut und am 16.04.2012 für die Nutzung freigegeben.


Zusammenarbeit mit der Volkshochschule – Mombacher TV

Im Jahr 2001 kam man beim Mombacher TV auf die Idee, ein Sportangebot speziell für muslimische Frauen einzurichten, mit dem Ziel, die Muslime auf die Wichtigkeit von Bewegung hinzuweisen. Da die Volkshochschule Mainz keine ähnliche Sportstunde im Angebot hatte, setzte sich der Verein mit der für Mombach zuständigen Vertreterin der VHS zusammen und bot den Kurs „Sport für muslimische Frauen“ gemeinsam an. Die Kooperation war für zwei Jahre geplant.

Die Volkshochschule hat die Bewerbung des Angebotes übernommen, der Verein hat den Raum und den Übungsleiter gestellt. Der Mombacher TV war zunächst sehr motiviert, den Kurs anzubieten und konnte sich damit auch bei den muslimischen Mitbürgern gut positionieren. Das erste Jahr ist erfolgreich verlaufen, im zweiten Jahr kamen allerdings immer weniger Teilnehmer, sodass man die Kooperation beenden musste. Der Mombacher TV bietet seitdem eine „ Fitness-Stunde für Frauen, besonders geeignet für Muslime“ an, die jedoch von den muslimischen Frauen nur schlecht besucht wird.


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