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Rheinhessischer Turnerbund e.V.
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6. Bewegungsbegleiter-Schulung erfolgreich durchgeführt: "Immer schön in Bewegung bleiben"

26 Ehrenamtliche lassen sich in Urmersbach zu Bewegungebegleitern schulen

Sport hält jung und fit, fördert das soziale Miteinander und macht obendrein Spaß. Soweit die Theorie, doch jeder weiß, dass der sogenannte innere Schweinehund viele gute Vorsätze einfach „wegbeißt“. Insbesondere ältere Menschen – es gibt keine Altersgrenze – sollen die Möglichkeit haben, sich ihren Fähigkeiten entsprechend regelmäßig in einer netten Gruppe zu bewegen, sei es beim Spaziergang, beim Boule spielen oder bei leichter Gymnastik. Daher hat die Landesleitstelle "Gut Leben im Alter" des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz, die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz (LZG) in Zusammenarbeit mit dem Rheinhessischen Turnerbund (RhTB) die Kampagne "Ich bewege mich – mir geht es gut: Bewegung im öffentlichen Raum" ins Leben gerufen.

Dank der Initiative "Super 60" trägt die Kampagne in der Verbandsgemeinde Kaisersesch bereits Früchte. Damit in möglichst vielen Gemeinden des Landes in Parks, auf Grünflächen und Spielplätzen, wie zum Beispiel seit dem Frühjahr in Zettingen und Hambuch, Bewegungsgruppen entstehen, die unter Anleitung mindestens einmal pro Woche leichten Sport treiben, werden derzeit ehrenamtlich tätige Bewegungsbegleiter geschult. Einer dieser zweitägigen Workshops unter Federführung des RhTB wurde jetzt im Gemeindehaus und auf dem für diese Zwecke prädestinierten Mehrgenerationenplatz in Urmersbach angeboten. 25 Frauen und ein Mann aus ganz Rheinland-Pfalz ließen sich von der Referentin Antje Hammes in die Kunst unterweisen, Menschen zu Bewegung zu motivieren, ohne dass ihnen irgendwann die Puste ausgeht oder die Freude abhanden kommt. Jessica Schnichels (LZG) stellt das zweitägige Programm vor. Es ist anspruchsvoll und der Zeitplan straff. Doch da sich theoretische und praktische Übungen abwechseln ist die Schulung spannend und kurzweilig. Die künftigen Bewegungsbegleiter lernen zum Beispiel warum regelmäßige Bewegung für Körper, Geist und Seele so wichtig ist. Die Referentin spricht mit den Teilnehmern überkörperliche Veränderungen und Bedürfnisse älterer Menschen im Alltag, und sie erfahren, wie sie als Bewegungsbegleiter den für das Alter typischen Beschwerden und Erkrankungen entgegentreten können.

Am Ende der Schulung erhalten alle Teilnehmer ein Handbuch mit allen Schulungsinhalten und einen Koffer mit Trainingsgegenständen, die sie in der Schulung ausprobieren können wie Bälle, Wurfringe- und scheiben, Boulekugeln und Badmintonschläger, Stretchbänder und Seile. Es geht darum, die Bewegungsfähigkeit auch im fortgeschrittenen Alter zu erhalten, die Motorik fördern, Muskeln zu stärken und den Gleichgewichtssinn zu stabilisieren. Die Bewegungs- und Spielmöglichkeiten auf dem Urmersbacher Mehrgenerationenplatz bieten sich an für die Übungen an der frischen Luft.

Nach zwei Tagen fühlen sich die Bewegungsbegleiter fit für ihren wichtigen ehrenamtlichen Job. Marion Klein (VG Kaisersesch) lädt die Teilnehmer aus der Verbandsgemeinde zum Erfahrungsaustausch am "Runden Tisch Bewegung" ein. An diesen Runden Tischen, die ebenso wie die LZG für die Bewegungsbegleiter Ansprechpartner sind, finden sich die örtlichen Kooperationspartner zusammen, um die sportlichen Aktivitäten auf Dorfplätzen, Grünflächen oder Gemeindehallen in Bewegung zu halten. Partner am Runden Tisch sind die VG Kaisersesch, die Senioreninitiative "Super 60" und die "Kümmerer vor Ort". Mitmachen kann jeder, dem die Themen Bewegung, Gesundheit und Gemeinwohl am Herzen liegen.

Brigitte Meier / Rhein-Zeitung 24.10.2016