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Rheinhessischer Turnerbund e.V.
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Förderung von „Akzeptanz“ im Sportverein

Rheinhessischer Turnerbund setzt auf Sensibilisierung von Vielfalt

Akzeptanz4Die Gesellschaft in Deutschland ist vielfältig. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den Übungsstunden der Turn- und Sportvereine in Rheinland-Pfalz wider. In der Praxis ist es vor allem die Aufgabe der Übungsleiterinnen und Übungsleiter Rahmenbedingungen zu schaffen, die gemeinsames Sporttreiben ohne Diskriminierungen jeglicher Art ermöglichen.

Doch wie schafft es eine Übungsleiterin oder ein Übungsleiter Menschen unterschiedlichen Geschlechts, Alters, sexueller Identität, Herkunft, körperlicher und geistiger Verfasstheit sowie religiöser und weltanschaulicher Überzeugung erfolgreich in einer Gruppe zusammenzuführen?

Die Antwort auf diese Frage liefert nun der Rheinhessische Turnerbund e.V. (RhTB) in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen, dem Verein QueerNet Rheinland-Pfalz e.V. und der Sportjugend des Landessportbundes Rheinland-Pfalz e.V. Mit dem Ausbildungsmodul „Akzeptanz im Sportverein“ ist es den beteiligten Institutionen gelungen, einen erforderlichen Baustein für die Sensibilisierung von Gruppenleitungen im Verein zu entwickeln.

Im neuen Ausbildungsmodul werden zukünftigen Übungsleiterinnen und Übungsleitern nun anhand von praxisnahen Beispielen Kenntnisse darüber vermittelt, wie „Diversity-Management" im Verein umgesetzt werden kann. Zudem werden die pädagogischen und sozialen Kompetenzen gefördert, um ein multikulturelles Miteinander in der Gruppe besser steuern zu können.

Eine speziell für diesen Zweck entwickelte Informationsbroschüre mit Handlungsempfehlungen und Kontaktadressen zu Beratungsstellen in Rheinland-Pfalz, deren Erstellung vom Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Akzeptanz5Jugend und Frauen gefördert wurde, ergänzt das im neuen Ausbildungsmodul vermittelte Wissen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der RhTB-Gerätturn-Ausbildung zeigten sich von den zusätzlich erworbenen Kompetenzen begeistert. Es bleibt also zu hoffen, dass sich nun weitere Sportorganisationen diese Initiative zu Herzen nehmen werden und das neue Ausbildungsmodul künftig bundesweit Anwendung in Übungsleiter-Ausbildungen finden wird. Nicht zuletzt, um der Vielfalt im Verein besser begegnen und jeglicher Art von Diskriminierungen im Sport von Anfang an vorbeugen zu können.

Arbeitshilfen für Übungsleiter/innen finden Sie hier