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Rheinhessischer Turnerbund e.V.
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Mommenheimer Talente zeigen Sprünge, Schwünge und Pirouetten

819 19916 19916078 40559709Joline Vo, Sophia Schmitt und Violetta Ussow investieren viel Zeit in ihre Leidenschaft Rhythmische Sportgymnastik

 

NIEDER-OLM - „Die Übungen sind gespickt mit Risiken, darunter hohe Würfe mit vielen Rotationen“, erklärt Alice Habermeier während des Landesstützpunkt-Trainings in der Rhythmischen Sportgymnastik (RSG). Und die beherrschen die Talente, Joline Vo (zwölf Jahre), Sophia Schmitt (zehn) und Violetta Ussow (neun) schon erstaunlich gut.

Obwohl ihre Trainerin, auch Verantwortliche für die RSG im Rheinhessischen Turnerbund (RhTB), noch nachschiebt: „Die Übungen sind schwer und müssen gleichermaßen Leichtigkeit zum Ausdruck bringen.“

Bei der RSG gilt es eben, während der gut ein- bis dreiminütigen Auftritte gymnastische und tänzerische Elemente in abgestimmten Choreographien zur Musik zu vereinen. Hinzu kommen Ausdrucksstärke und Eleganz. Und natürlich, wie Habermeier zusätzlich betont: „Eine gute Koordination von Körper und Handgerät.“ Kurzum: Will man die Wertungsrichter überzeugen, müssen alle drei Komponenten stimmen: Technische Ausführung, Choreographie und Schwierigkeitsgrad. Die RSG wird auch ohne Handgeräte dargeboten. Aber bereits im Alter von sieben Jahren an kommen Ball, Seil, Reifen, Keulen und Band hinzu. „Jedes Handgerät hat seine spezifischen Eigenheiten“, erklärt Habermeier.
 
Und damit alles möglichst perfekt klappt, trainieren Joline, Sophia und Violetta vier Mal wöchentlich rund drei Stunden lang in der Sporthalle des Gymnasiums in Nieder-Olm und beim TSV Mommenheim, dem sie angehören. Unlängst ist das Trio für seinen Fleiß mit der Aufnahme in den Rheinland-Pfalz-Kader 2019 belohnt worden. In einem Kadertest, dessen Kriterien mit dem Bundeskadertest übereinstimmen, wurden die drei hoch begabten Schützlinge von Habermeier ermittelt. Der Rheinland-Pfalz-Kader der sogenannten Leistungsklasse setzt sich aus 15 Gymnastinnen aus den Regionen Rheinhessen, Pfalz und Mittelrhein zusammen.
 
Die nächste große Aufgabe ist die Teilnahme an Deutschen Meisterschaften, welche die drei altersbedingt getrennt absolvieren. Dass es das Trio überhaupt schon so weit gebracht hat, verdankt es neben seinem Fleiß und Talent einer optimalen zeitlichen Organisation.
 
Schule und Hobby, Letzteres gleichzusetzen mit Leistungssport, will eben unter einen Hut gebracht werden. Und das geht eben nicht ohne das Engagement der Eltern: „Ich bin die Taxi-Mama“, sagt Yang Vo, die Mutter von Joline, lächelnd. Sie fährt täglich vom Theresianum Mainz zu den Übungseinheiten. „Gegessen wird im Auto“, sagt sie. Aber auch Helena Kaiser-Ussow, Mutter von Violetta, bringt viel Engagement für das große Hobby ihrer Tochter ein und assistiert Habermeier als Übungsleiterin.
 
Bei der Choreographie kennt die Fantasie keine Grenzen
„Ich bin seit sechs Jahren dabei“, sagt Joline. Die Zwölfjährige hat sogar noch Zeit für Geige und Klavier. Vier Jahre frönt Sophia ihrem Hobby RSG, zwei Jahre übt die Jüngste Violetta. „Turnen, Tanzen und Musik“, gefällt mir besonders an der RSG“, erläutert sie. Das können ihre beiden Teamkameradinnen absolut bestätigen.
 
Nach ausgiebigen Aufwärm- und Dehnübungen, die das Trio mit etwa einem weiteren Dutzend Trainingsteilnehmerinnen absolviert hat, dürfen Joline, Sophia und Violetta in ihren bunten mit silbernen Pailletten verzierten Gymnastikanzügen ihre Handgeräte präsentieren. Dabei kennt die Vielfalt und Fantasie keine Grenzen: Sprünge, Schwünge, Pirouetten und Stände vielfältigster Art – zusammengestellt in einer Choreographie von Ranim Al Malat, ihrer Ballettlehrerin und Choreografin. Elegant und mit Schwung schleudert Joline das Seil in die Luft und fängt es sicher wieder auf. Sophia zeigt mit ihrem Reifen einen Spagat-Sprung und Violetta lässt die Keulen durch die Luft wirbeln. Die Fantasie kennt eben keine Grenzen.

 

Foto: hbz/Michael Bahr

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